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In Westfalen[1] leben etwa 8,5 Mill. Menschen [2] in den Regionen Münsterland, Ostwestfalen-Lippe, Sauerland und Siegerland (Südwestfalen) sowie im östlichen Teil des Ruhrgebietes. Hier liegt die größte Stadt Westfalens: Dortmund.
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Das Ruhrgebiet war früher einer der wichtigsten Industriestandorte Deutschlands mit Steinkohlebergbau, Eisen- und Stahlindustrie. Die Krise des deutschen Steinkohlebergbaus, beginnend in den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts, leitete einen tiefgreifenden[3] ökonomischen Strukturwandel im Ruhrgebiet ein. Umwelttechnik, Mikroelektronik und Biotechnologie wurden profilbestimmende[4] Branchen. Auch wurden zahlreiche Wissenschaftsinstitute und Hochschulen gegründet. Gleichzeitig vollzog sich in dieser dichtbesiedelten Region ein ökologischer Wandlungsprozess. Luft, Boden und Wasser wurden systematisch von Schadstoffen entlastet, ehemalige Zechen verwandelten sich in Grünflächen und Parklandschaften.
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Die Münsterländer Bucht erstreckt sich zwischen dem Teutoburger Wald im Norden und Osten und dem Sauerland im Süden. Nach Westen zu geht die Münsterländer Bucht in die flache Landschaft der Niederlande über. Die Landschaft ist geprägt von intensiver Landwirtschaft mit zahlreichen kleinbäuerlichen Betrieben. Felder, kleine Wälder und Wallhecken bestimmen das Landschaftsbild. Man spricht auch von der "Münsterländer Parklandschaft". Weil es keine hohen Berge gab, auf denen man eine Burg bauen konnte, umgab man viele Burgen zum Schutz mit Wassergräben. Im Münsterland gibt es heute noch gut 100 Wasserschlösser und Wasserburgen. Das Zentrum des Münsterlandes ist die Stadt Münster[5], Universitätsstadt und Bischofssitz. Die historische Altstadt mit ihren prächtigen gotischen Kirchen und Bürgerhäusern aus der Zeit der Renaissance wurde im 2.Weltkrieg zu großen Teilen zerstört, ist aber in alter Schönheit wieder erstanden, so dass Münster heute eine der sehenswertesten Städte Norddeutschlands ist.
Östlich des Münsterlandes beginnt Ostwestfalen, zu dem nach dem 2.Weltkrieg noch das Fürstentum Lippe hinzukam.
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Südlich von Ostwestfalen liegt das Sauerland, eine Mittelgebirgsregion. Der Name Sauerland geht zurück auf das Wort „sur“, was im mittelalterlichen Niederdeutsch soviel wie „schwierig“ bedeutete. Dies deutet darauf hin, dass es in früheren Zeiten aufgrund schlechter Wege beschwerlich war, durch das Sauerland zu reisen. Während das Sauerland früher eine Industrieregion war, in der vor allem Eisen erzeugt wurde, ist es heute ein beliebtes Touristengebiet - vor allem auch für Wintersportler.
Die wichtigsten Flüsse im Sauerland sind die Ruhr und die Lenne. Mehrere kleine Flüsse sind zu Talsperren aufgestaut worden, die das dichtbevölkerte Ruhrgebiet mit Trinkwasser versorgen.
Südlich des Sauerlandes erstreckt sich das Siegerland, das seinen Namen nach dem Fluss Sieg hat.
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Das Symbol Westfalens ist das Westfalenpferd, das man auch in der nordrhein-westfälischen Flagge findet. Es gibt auch eine Westfalenhymne, die Land und Leute recht gut beschreibt.
1. Ihr mögt den Rhein, den stolzen, preisen, der in dem Schoß der Reben liegt.
Wo in den Bergen
liegt das Eisen, da hat die Mutter mich gewiegt.
Hoch auf dem Fels die Tannen stehn, im grünen
Tal die Herden gehn,
als Wächter an des Hofes Saum reckt sich empor der Eichenbaum!
Da ist's
wo meine Wiege stand, o grüß dich Gott, Westfalenland!
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2. Wir haben keine süßen Reben und schöner Worte Überfluß
und haben nicht sobald für jeden den
Brudergruß und Bruderkuß.
Wenn Du uns willst willkommen sein, so schau auf's Herz, nicht auf
den Schein,
und schau uns grad hinein ins Aug, grad aus, das ist Westfalenbrauch!
Es fragen
nicht nach Spiel und Tand die Männer aus Westfalenland!
3. Und unsre Frauen, unsre Mädchen mit Augen blau wie Himmelsgrund,
sie spinnen nicht die
Liebesfädchen zum Scherze für die müß'ge Stund.
Ein frommer Engel Tag und Nacht hält tief in
ihrer Seele Wacht,
und treu in Wonne, treu in Schmerz bleibt bis zum Tod ein liebend
Herz.
Glückselig, wessen Arm umspannt ein Mädchen aus Westfalenland!
4. Behüt dich Gott, du rote Erde, du Land von Wittekind und Teut,
bis ich zu Staub und Asche
werde, mein Herz sich seiner Heimat freut!
Du Land Westfalen, Land der Mark, wie deine
Eichenstämme stark,
dich segnet noch der blasse Mund im Sterben in der letzten Stund!
Land
zwischen Rhein und Weserstrand, o grüß dich Gott, Westfalenland!
Emil Rittershaus, *03.04.1834 Barmen +1897, Kaufmann und Poet, verfaßte das "Westfalenlied", das im April 1869 im "Wochenblatt für den Wahlkreis Iserlohn-Altena" erstmals veröffentlicht wurde (populärste Vertonung durch Johann Peters).
Der Artikel erschien in "Der Weg" 1/2005
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[1]
Der Name geht zurück auf den westlichen Teil des Siedlungsgebietes der Sachsen; West-Falen:
Westmenschen, gemeint Westsachsen
[2] Die Sprache der Westfalen ist das Westfälisch (Platt). Es ist eine niederdeutsche Mundart (Sprache), die von ihren Sprechern auch als Plattdüütsch bezeichnet wird. [3] tiefgreifend: sehr groß und grundlegend [4] das Profil: die (positiven) Eigenschaften, die typisch für eine Person oder Sache sind und diese von anderen unterscheiden [5] Der Name Münster leitet sich vom Lateinischen monasterium = das Kloster ab. |
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