Macht Platz!
Jesus hat nie ein Buch geschrieben. Er hat nie eine Vorlesung vor Studenten gehalten. Er hat keinen philosophischen Klub, keine politische Partei gegründet.
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Er, das Wort, wurde ein Mensch,ein wirklicher Mensch von Fleisch und Blut. Er lebte unter uns, und wir sahen seine Macht und Hoheit, die göttliche Hoheit, die ihm der Vater gegeben hat,ihm, seinem einzigen Sohn. Gottes ganze Güte und Treue ist uns in ihm begegnet. Johannes 1,14 |
Er wurde in einer geborgten[3] Futterkrippe geboren. Er predigte in einem geborgten Boot. Er ritt nach Jerusalem auf einem geborgten Esel. Er hielt sein letztes Abendmahl in einem geborgten Saal. Er wurde begraben in einem geborgten Grab. Er beanspruchte[4] nichts für sich. Der einzige Raum, den er beansprucht, ist das menschliche Herz. Als seine Mutter Maria in Bethlehem für ihn ein Plätzchen suchte, da hieß es: „Nichts mehr frei“. Heute haben immer noch Millionen Menschen keinen Platz für Jesus. Sie ahnen nicht, dass die Lösung seines Wohnungsproblems die Lösung ihres Lebensproblems ist.Hätte Jesus bei ihnen mehr Platz, hätten sie weniger Probleme. Hätten sie für ihn mehr übrig, würden sich viele ihrer Sorgen erübrigen[5]. Die Frage ist: Wie viel Platz hat Jesus in uns? Darum geht es zu Weihnachten um die Machtfrage: Wer ist bei uns der Herr im Hause? Das Johannesevangelium erzählt die Weihnachtsgeschichte so: „Er kam in sein Eigentum, aber die Seinen nahmen ihn nicht auf. Wie viele ihn aber aufnahmen, denen gab er Macht, Gottes Kinder zu werden.“
Theo Lehmannaus: Theo Lehmann, Hör auf zu labern, fang an zu leben, Dreißigsekundentexte. Aussaat Verlag, Neukirchen-Vluyn, 3. Auflage 2000, S. 42-44
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Der Artikel erschien in "Der Weg" 4/2004
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die Leibgarde: eine Gruppe meist ausgewählter Soldaten zum persönlichen Schutz, z.B. eines Königs
[2] ein armer Hund: (gespr.) verwendet, um jemanden zu bezeichnen, den man bedauert [3] borgen: (hier) sich etwas geben lassen, das man für eine bestimmte Zeit (meist kostenlos) benutzen darf - (sich) etwas leihen [4] beanspruchen: etwas fordern, auf das man ein Recht hat oder zu haben glaubt - verlangen, Anspruch auf etwas erheben [5] etwas erübrigt sich: etwas ist überflüssig oder nicht (mehr) notwendig |
