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Ich sehnī mich so nach einem Land
der Ruhe und Geborgenheit
Ich glaubī, ich habīs einmal
gekannt,
als ich den Sternenhimmel weit
und klar vor meinen Augen sah,
unendlich großes
Weltenall.
Und etwas dann mit mir geschah:
Ich ahnte, spürte auf einmal,
dass alles:
Sterne, Berg und Tal,
ob ferne Länder, fremdes Volk,
sei es der Mond, seiīs
Sonnnenstrahl,
dass Regen, Schnee und jede Wolk,
dass all das in mir drin ich
find,
verkleinert, einmalig und schön
Ich muss gar nicht zu jedem hin,
ich spür das
Schwingen, spür die Tönī
einīs jeden Dinges, nah und fern,
wenn ich mich öffne und werdī
still
in Ehrfurcht vor dem großen Herrn,
der all dies schuf und halten will.
Ich glaube,
dass war der Moment,
den sicher jeder von euch kennt,
in dem der Mensch zur Liebī
bereit:
Ich glaub, da ist Weihnachten nicht weit!
Hermann Hesse
Es ist jetzt nicht die Zeit, um zu ernten.
Es ist jetzt nicht die Zeit, um zu säen.
An uns
ist es, in winterlicher Zeit uns
eng um das Feuer zu scharen[1]
und den gefrorenen Acker
in Treue geduldig zu
hüten.
Andere vor uns haben gesät,
andere nach uns werden ernten.
An uns ist es, in Kälte
und Dunkelheit
beieinander zu bleiben und
während es schneit, unentwegt
wachzuhalten die
Hoffnung.
Das ist es,
das ist uns aufgegeben
in winterlicher Zeit.
Lothar Zenetti
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[1]
scharen: sich versammeln
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©Der Weg 2010
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