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Als der Zug nur noch 50 Meter entfernt war, wollte ich den letzten, entscheidenden Schritt machen. Doch eine Stimme aus dem Nichts hielt mich ab. Mir war, als hätte ich gehört: "Steffen, es gibt einen anderen Weg!" Ich setzte mich in den Zug und fuhr nach Hause. Im März 1994 lernte ich in Frankfurt/Oder eine Gruppe von Christen kennen, die gemeinsam Musik machten. Ich war begeistert. Dort hörte ich dann zum ersten Mal von Gott. Ich ging regelmäßig zu den Treffen beim CVJM - nicht, weil mich Gott irgendwie interessierte, sondern wegen der Aktionen, die dort gemacht wurden. Ich lernte dort viele neue Freunde kennen, die alle Christen waren. Für mich war das eine völlig neue Erfahrung. Im November 1994 hatte ich dann ein intensives Gespräch mit einem dieser neuen Freunde. Um Gott ging es dabei nicht. Aber ich habe zum erstenmal so viel Vertrauen gehabt, daß ich von meinem Fast-Selbstmord erzählen konnte. Am folgenden Wochenende war ich in Gedanken versunken über den Sinn meines Lebens. Und plötzlich wurde mir klar, wer hinter dieser Stimme steckte, die ich damals auf dem Bahnhof gehört hatte.
Zum ersten Mal in meinem Leben begann ich, mit Gott zu reden. Ein halbes Jahr später ließ ich mich taufen. Mein Taufspruch begleitet mich seitdem: "Ich will dir danken, Herr, mein Gott, aus ganzem Herzen, will deinen Namen ehren immer und ewig. Du hast mich den Tiefen des Totenreichs entrissen. Denn groß ist über mir deine Huld" (aus Psalm 86). Besser kann ich die Freiheit nicht beschreiben, die Gott mir geschenkt hat.
Steffen Kubotsch, Frankfurt/Oder
Mit freundlicher Genehmigung entnommen aus: "I want it all", © Campus für Christus
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