Die Elementarstufe

Zur Elementarstufe gehören alle Kinder, die noch nicht schulpflichtig sind. Das sind alle Kinder, die noch nicht sechs Jahre alt sind. Sie werden in ihren ersten Lebensjahren gewöhnlich in den eigenen Familien von ihren Eltern betreut. Später, mit drei oder vier Jahren, können die Kleinkinder dann einen Kindergarten oder einen Kinderhort besuchen.

Kindergärten oder auch Kinderhorte sind meistens kommunale Einrichtungen oder Einrichtungen von freien Trägern. Solche freien Träger sind z.B. das Deutsche Rote Kreuz, die Arbeiterwohlfahrt, die Evangelische oder Katholische Kirche, u.a.m. An diese Träger müssen die Eltern normalerweise für die Betreuung ihrer Kinder Gebühren bezahlen. Diese werden dort von besonders ausgebildeten Erzieherinnen und Erziehern betreut. Die Kinder lernen dabei als wichtigstes, wie sie sich in einer Gruppe von Gleichaltrigen verhalten müssen, damit alle gut miteinander auskommen. Das ist deshalb wichtig, weil immer mehr Kinder in unserem Staat als Einzelkinder ohne Geschwister aufwachsen. Ihnen fehlt in der Familie der soziale Kontakt zu Kindern im gleichen Alter. Diese Kontakte bietet ihnen der Kindergarten. Hier werden die Jungen und Mädchen zusammen in altersgemischten Gruppen erzogen. Sie lernen dort miteinander zu leben, zu spielen, zu basteln, zu singen, aufeinander zu hören, sich gegenseitig zu helfen, usw.

Die meisten Kinder besuchen den Kindergarten nur am Vormittag und sind am Nachmittag in ihren Familien. Manche Kinder bleiben aber auch bis zum Nachmittag im Kindergarten oder Kinderhort und werden dort von den Mitarbeitern betreut. Das letzte Kindergartenjahr vor der Einschulung in die Grundschule dient dann auch schon dazu, die Aufnahme und das Lernen in der Schule gezielt vorzubereiten. Hier wird dann schon ein wenig „gerechnet“, „geschrieben“, und es werden lebenspraktische Themen „bearbeitet“. Die Erzieherinnen und Erzieher haben danach auch die Aufgabe, die Lehrerinnen und Lehrer der Grundschule dabei zu beraten, ob ein Kind als schulreif angesehen werden kann oder noch nicht.

Lothar von Seltmann

 


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