Rund um Deutschland – Die Menschen

In Deutschland leben rund 82,5 Millionen Menschen, etwa 7,3 Millionen davon sind Ausländer (8,9%). Mit 231 Menschen pro Quadratkilometer gehört Deutschland zu den am dichtesten besiedelten Ländern Europas.

Die Bevölkerung in Deutschland ist aber sehr unterschiedlich verteilt. So leben im Großraum Berlin jetzt 3,4 Millionen Einwohner, und um die Jahrtausendwende werden dort voraussichtlich etwa 8 Millionen Menschen wohnen. In den Industriegebieten an Rhein und Ruhr leben mehr als 4 Millionen Menschen dicht zusammen – etwa 5500 pro Quadratkilometer.

Weitere Ballungszentren sind das Rhein-Main-Gebiet mit den Städten Frankfurt, Wiesbaden und Mainz, die Industrieregionen mit Mannheim und Ludwigshafen, das Wirtschaftsgebiet um Stuttgart sowie die Einzugsbereiche von Bremen, Dresden, Hamburg, Köln, Leipzig, München und Nürnberg/Fürth.

Diesen dicht besiedelten Regionen stehen andere Gebiete gegenüber, in denen wenig Menschen leben. So etwa die Heide- und Moorlandschaften der Norddeutschen Tiefebene, Gebiete der Eifel, des Bayerischen Waldes, der Oberpfalz, der Mark Brandenburg und weite Teile Mecklenburg-Vorpommerns.

Im Westen Deutschlands wohnen wesentlich mehr Menschen als im Osten Deutschlands. Dort leben auf 30 Prozent der Fläche nur rund ein Fünftel (16 Millionen) der Einwohner Deutschlands.

Fast jeder dritte Einwohner der Bundesrepublik Deutschland lebt in einer der 85 Großstädte (über 100 000 Einwohner). Die sind rund 26 Millionen Menschen. Die meisten Menschen leben aber in Dörfern und Kleinstädten: Über sieben Millionen sind in Ortschaften mit bis zu 2000 Einwohnern zu Hause. 26 Millionen leben in Gemeinden mit 2000 bis 100 000 Einwohnern.

Die Bevölkerungszahlen gingen in den siebziger Jahren zurück, weil weniger Kinder geboren wurden. Ab 1990 stiegen sie jedoch in den alten Bundesländern wieder leicht an. Ein wesentlicher Grund für die Zunahme der Bevölkerung nach dem Zweiten Weltkrieg war die Zuwanderung von rund 13 Millionen Vertriebenen und Flüchtlingen aus den früheren deutschen Ostprovinzen und aus Osteuropa. Dies dauerte bis zum Bau der Berliner Mauer 1961, die dann die Grenze zum Osten dicht abschloß. Seit Anfang der siebziger Jahre kam dann eine große Anzahl Menschen aus anderen Ländern, besonders aus Südeuropa (aus dem ehemaligen Jugoslawien etwa 12% und aus Italien etwa 10%) und der Türkei (etwa 30%) nach Deutschland, um hier zu arbeiten. Fast 60% der Ausländer halten sich jetzt schon zehn Jahre oder länger in Deutschland auf.

Unterschiede von Region zu Region

Im Lauf der letzten tausend Jahre ist das deutsche Volk hauptsächlich aus verschiedenen deutschen Stämmen wie den Franken, Sachsen, Schwaben und Bayern zusammengewachsen. Obwohl es heute diese alten Stämme so nicht mehr gibt, so leben doch viele ihrer alten Traditionenund Dialekte auch weiterhin fort.

Die Bundesländer, wie wir sie heute kennen, haben jedoch mit diesen alten Stämmen kaum noch etwas zu tun. Die Länder, so wie sie heute bestehen, sind zum großen Teil erst nach dem zweiten Weltkrieg entstanden. Sie wurden von den Besatzungsmächten meist ohne Rücksichtnahme auf Traditionen geschaffen. Auch die vielen Flüchtlinge und die großen Wanderungsbewegungen nach dem Kriege sowie die Tatsache, daß viele Leute heute sehr mobil sind, haben diese Grenzen weiter verwischt.

Was bleibt sind unterschiedliche charakteristische Eigenschaften, die den Volksgruppen zugeschrieben werden. So gelten etwa die Mecklenburger als verschlossen, die Schwaben als sparsam, die Rheinländer als lebenslustig und die Sachsen als fleißig und pfiffig. Aber dies sind, wie schon gesagt, natürlich nur typische Verallgemeinerungen.

 

Mehr Informationen auf der Webseite des Statistischen Bundesamtes


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