Was die Bibel lehrt

Im ersten Teil unserer Serie haben wir über die Bibel nachgedacht. Wir haben gelernt, daß durch die Bibel Gott zu uns sprechen will. Wir müssen aber auch bereit sein, auf Gott zu hören und zu tun, was er uns sagt.

Jetzt haben wir schon mehrmals über „Gott“ gesprochen. Wer aber ist Gott eigentlich? Wie ist Gott und wie können wir ihn erkennen? Auf diese Fragen versuchen wir nun eine Antwort zu finden.

Wie ist Gott?

Wer oder was ist eigentlich Gott? Auf diese Frage hat sicherlich jeder von Ihnen eine Antwort. Seitdem es Menschen auf dieser Erde gibt, haben sie sich immer wieder diese Frage gestellt.

Für viele ist Gott nur eine Idee oder Vorstellung des Menschen. Es gibt also gar keinen Gott. Für andere ist Gott ganz weit weg, und er hat mit unserem Leben gar nichts zu tun. Diese Menschen glauben, daß es Gott gibt, mit ihrem täglichen Leben aber hat er nichts zu tun. Manche sehen Gott nur als einen Begriff für eine höhere Macht oder das Schicksal.

Wir könnten diese Liste sicherlich ins Unendliche weiterführen. Aber wir merken, daß uns dies nicht weiterbringen wird. Wir werden uns immer nur um unserer eigenen Vorstellungen von Gott drehen. Wir brauchen Informationen über Gott, die wirklich zuverlässig sind. Diese Informationen finden wir in der Bibel.

Christen glauben, daß Gott in der Bibel zu uns spricht. In der Bibel können wir also lesen, wie Gott wirklich ist. Das wichtigste ist, daß Gott uns in der Bibel als Person begegnet. Das heißt, wir können Gott erkennen, und er ist daran interessiert, mit uns Kontakt und Gemeinschaft zu haben.

An dieser Stelle wollen wir die Bibel selbst zu Wort kommen lassen. Sie beschreibt uns Gottes Wesen. Falls Sie selbst eine Bibel haben, schlagen Sie die angegebenen Stellen doch bitte nach.

Offenbarung 1,8 Gott ist allmächtig. Gott kann alles. Keine Macht kann sein Handeln beschränken. Hebräer 4,13 Gott ist allwissend. Gott weiß und erkennt alles. Er durchschaut alles. Jeremia 23, 24 Gott ist allgegenwärtig. Gott ist überall, zu jeder Zeit. Für ihn gibt es keine räumlichen und zeitlichen Grenzen. Gott ist unsichtbar. Psalm 90, 2 Gott ist ewig. Gott ist immer da. Sein Dasein hat kein Anfang und kein Ende. Er ist unsterblich. Jakobus 1, 17 Gott ist unveränderlich. Gottes Wesen und Charakter ist beständig! Er bleibt sich selbst und seinen Grundsätzen treu. 1. Petrus 1, 16 Gott ist heilig. Gott ist absolut rein und vollkommen gerecht. Er liebt nur das Gute und verabscheut das Böse. 1. Johannes 4, 8 Gott ist Liebe. Gott liebt den Menschen und kommt ihm mit unverdienten Wohltaten entgegen. Er vergibt Schuld und hilft dem, der seine Hilflosigkeit eingesteht.

Wenn wir dies lesen, erkennen wir: Gott ist anders, anders als unsere Vorstellungen von ihm. Gottes Wesen werden wir niemals ganz verstehen können, aber wir können Gott kennenlernen und ihm vertrauen. Wie wir Gott erkennen können, darüber werden wir das nächste Mal nachdenken.

Wie können wir Gott erkennen?

Wir können Gott nicht mit unseren Augen sehen, nicht mit unseren Ohren hören und nicht mit unseren Händen betasten. Mit unseren fünf Sinnesorganen können wir Gott nicht begreifen. Damit können wir nur die natürliche Welt um uns herum entdecken: die Blumen riechen, das Essen schmecken und die Musik hören. Um die übernatürliche Wirklichkeit Gottes zu entdecken, sind wir darauf angewiesen, daß Gott sich uns zeigt.

Auch wenn wir Gott nicht erkennen können, so ist er trotzdem da. Die Frage, wo Gott ist, hat schon viele Menschen ins Nachdenken gebracht. Eine kleine Geschichte will uns helfen, das besser zu verstehen:

Die Fische eines Flusses sprachen zueinander: „Man behauptet, daß unser Leben vom Wasser abhängt. Aber wir haben noch niemals Wasser gesehen. Wir wissen nicht, was Wasser ist.“

Da sagten einige, die klüger waren als die anderen: „Wir haben gehört, daß im Meer ein gelehrter Fisch lebt, der alle Dinge kennt. Wir wollen zu ihm schwimmen und ihn bitten, uns das Wasser zu zeigen.“

So machten sich einige auf und kamen auch endlich ans Meer und fragten den weisen Fisch. Als er sie angehört hatte, sagte er : „O, ihr dummen Fische! Im Wasser lebt ihr und bewegt ihr euch. Aus dem Wasser seid ihr gekommen, zum Wasser kehrt ihr wieder zurück. Ihr lebt im Wasser, aber ihr wißt es nicht. Alles was euch umgibt ist Wasser.“

Wer ist Gott und wo ist er? Die Geschichte macht es deutlich: So wie die Fische nicht mußten, was Wasser ist, obwohl sie darin lebten, so ist es auch mit unserer Beziehung zu Gott. Gott umgibt uns, aber er lebt in einer Dimension, die uns unbekannt ist. In unserer natürlichen Welt können wir Gott nicht finden, aber Gott ist da.

Es gibt noch einen Grund, warum wir Gott nicht so einfach erkennen können: die Sünde. Mit Sünde bezeichnet die Bibel die Tatsache, daß die Menschen durch ihren eigenen Ungehorsam von Gott getrennt sind. Mit Adam und Eva fing alles an, aber als Folge ihres Ungehorsams gegen Gott paßt nun niemand mehr in die Gegenwart Gottes hinein. Deshalb findet auch seit dem sogenannten Sündenfall die Begegnung mit ihm unter anderen Bedingungen statt.

Gott offenbart sich uns. In fünffacher Weise gibt er sich zu erkennen (Schlagen Sie, wenn möglich, die Bibelstellen in einer Bibel nach):

· in der Schöpfung, die wir um uns herum sehen (Römer 1,20; Psalm 16, 1-6),

· in der Geschichte (Psalm 66,5-7),

· in dem Gewissen, der inneren Stimme, die jeden Menschen an die höchsten Maßstäbe, die er kennt, erinnert (Römer 2, 14-15),

· in der Bibel, d. h. in seinem Wort (2. Timotheus 3, 16-17) und

· in seinem Sohn, in Jesus Christus (Hebr. 1, 1-2).

Wir können Gott erkennen, aber wir müssen auch sehen: Gott ist immer der, der den ersten Schritt tun muß. Er offenbart sich uns (Johannes 1,18) und erwartet von uns, daß wir „glauben“. Nur durch den Glauben können wir Gott wirklich kennenlernen (Hebräer 11,6). Am deutlichsten hat sich Gott in seinem Sohn Jesus Christus offenbart. In ihm wurde Gott Mensch, und durch den Glauben an Jesus können wir Gott erkennen, wie er wirklich ist.

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