Im Alltag als Christ leben

Wenn Sie durch den Glauben an Jesus Gott als Ihren Vater erkannt und angenommen haben, dann sind Sie „sein Kind“. Ein Kind sucht täglich die Gemeinschaft mit seinem Vater. Es spricht mit ihm und hört ihm zu. Suchen auch Sie deshalb jeden Tag die Gemeinschaft mit Gott!

Wir reden mit Gott, wenn wir beten. Wir hören Gott zu, wenn wir die Bibel lesen, denn in ihr spricht Gott zu uns. Sie ist „Gottes Wort“. Ebenso können wir mit unserem neuen Herrn und Freund, Jesus Christus, reden und ihm zuhören, denn er ist Gott, und er ist das lebendige Wort Gottes (vgl. Johannes 1,1.14; Römer 9,5b).

Ein Vater freut sich, wenn seine Kinder die Gemeinschaft mit ihm suchen. Auch Gott freut sich, wenn wir zu ihm kommen.

1) Mit Gott reden (Gebet)

Wenn du beten willst, dann geh in dein Zimmer, schließ die Tür zu und bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist. Dein Vater, der auch das Verborgene sieht, wird dich dafür belohnen. (Matthäus 6,6)

5,1) Was brauchen wir nach Matthäus 6,6a zum Beten?

Wenn wir mit Gott zusammen sind, soll uns nichts anderes stören. Viele nennen diese Zeit deshalb auch „Stille Zeit“.

Am nächsten Morgen verließ Jesus lange vor Sonnenaufgang die Stadt und zog sich an eine abgelegene Stelle zurück. Dort betete er. (Markus 1,35)

5,2) Jesus zeigt uns z.B. in Markus 1,35, welche Tageszeit für unsere Gemeinschaft mit Gott am günstigsten ist. Welche?

Der Bischof Augustin sagte: „Der Morgen ist das Steuer des Tages.“ Aber wir können natürlich auch mittags oder abends unsere „Stille Zeit“ halten. Wichtig ist, dass wir möglichst ungestört mit Gott Gemeinschaft haben können.

Dankt Gott, dem Vater, zu jeder Zeit für alles im Namen unseres Herrn Jesus Christus. (Epheser 5,20)

Macht euch keine Sorgen, sondern wendet euch in jeder Lage an Gott und bringt eure Bitten vor ihn. Tut es mit Dank für das, was er euch geschenkt hat. (Philipper 4,6)

Im Übrigen: Betet für mich, Brüder und Schwestern! Bittet darum, dass die Botschaft des Herrn sich rasch verbreitet und überall so wie bei euch mit Dank gegen Gott angenommen wird. Bittet auch darum, dass Gott mich vor den Anschlägen böser und schlechter Menschen rettet. Denn nicht alle nehmen den Glauben an. (2.Thesslonicher 3,1-2)

Das Erste und Wichtigste, wozu ich die Gemeinde aufrufe, ist das Gebet, und zwar für alle Menschen. Bringt Bitten und Fürbitten und Dank für sie alle vor Gott! (1. Timotheus 2,1)

5,3) Lesen Sie Epheser 5,20; Philipper 4,6; 2. Thessalonicher 3,1-2 und 1. Timotheus 2,1: Was alles können wir Gott im Gebet sagen?

Wir können Gott für die kleinen Hilfen und Freuden unseres Alltags danken, aber vor allem dafür, dass er uns durch Jesus gerettet hat. Und wir können ihn um Hilfe in unseren persönlichen Sorgen bitten, aber auch für seine Gemeinde bei uns und in der ganzen Welt und für unsere Regierung.

Meint ihr, der Arm des HERRN sei zu kurz, um euch zu helfen, oder der HERR sei taub und könne euren Hilferuf nicht hören? Nein, sondern wie eine Mauer steht eure Schuld zwischen euch und eurem Gott; wegen eurer Vergehen hat er sich von euch abgewandt und hört euch nicht! (Jesaja 59,1-2)

5,4) Wann können wir nach Jesaja 59,1-2 nicht damit rechnen, dass Gott unser Gebet hört?

Das soll nicht heißen, dass immer persönliche Schuld vorliegt, wenn Gebet nicht erhört wird. Wir können nicht alle Gründe verstehen, warum Gott unser Gebet nicht immer erhört.

Lasst nicht nach im Beten! (1.Thessalonicher 5,17)

5,5) Wie sollen wir die Aufforderung in 1.Thessalonicher 5,17 verstehen?

Jesus hat seine Jünger ein besonderes Gebet gelehrt, das „Vaterunser“. Es steht in Matthäus 6,9-13. Es kann uns helfen, um die richtigen Dinge zu bitten.

Das Vaterunser enthält neben der Anrede Gottes sieben Bitten und einen abschließenden Anbetungsteil.

So sollt ihr beten:
Unser Vater im Himmel!
Mach deinen Namen[1] groß in der Welt.
Komm und richte deine Herrschaft[2] auf.
Verschaff deinem Willen Geltung,
auf der Erde genauso wie im Himmel.
Gib uns, was wir heute zum Leben brauchen.
Vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir allen vergeben haben,
die an uns schuldig geworden sind.
Lass uns nicht in die Gefahr kommen,
dir untreu zu werden,
sondern rette uns aus der Gewalt des Bösen. (Matthäus 6,9-13) [3]

5,6) Sagen Sie die Bitten des Vaterunsers mit Ihren eigenen Worten.

5,7) Beten Sie zu Gott? Wenn Sie möchten, schreiben Sie uns über Ihre Erfahrungen. Schreiben Sie uns auch Ihre Fragen dazu!

Der Artikel erschien in „Der Weg“ 4/2009

 

[1] Der „Name“ steht hier für die ganze Person Gottes. Gott soll in der ganzen Welt als Gott erkannt, gefürchtet und gelobt werden.
[2] Gottes Herrschaft, sein „Reich“, ist der Weltzustand, in dem die Menschen Gott die Ehre erweisen und einander nach seinem Willen lieben.
[3] A) Spätere Handschriften fügen noch einen abschließenden Lobspruch hinzu: Dir gehört die Herrschaft und Macht und Ehre in Ewigkeit. Amen. Im Gottesdienst ist heute für das Gebet des Herrn folgende ökumenische Fassung gebräuchlich: Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. (Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.).


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