Das Glück und die Bibel ***(*)

Was macht den Menschen wirklich glücklich? Über diese Frage forschen seit jeher Wissenschaftler in aller Welt. Die Ergebnisse von 100 Forschern hat Leo Bormans im Buch „Glück“[1] veröffentlicht. Sie decken sich auf verblüffende Weise mit Aussagen und Prinzipien der Bibel.

Mitmenschlichkeit

Der von Glücksforschern am häufigsten gegebene Rat betrifft den Umgang mit dem Mitmenschen. „Suchen Sie das Glück nicht in sich selbst, sondern in Ihren Beziehungen zu anderen“, empfiehlt etwa der Psychologieprofessor Christopher Peterson (Michigan/USA). „Lieben und ehren Sie die Menschen, die Ihnen wichtig sind: Ihre Eltern, Lehrer, Familienmitglieder, Kollegen und Freunde.“ In Römer [2] 12,10 steht: „Seid einander in herzlicher, geschwisterlicher Liebe zugetan.“

Ein Glückstipp des südafrikanischen Psychologieprofessors D. J. W. Strümpfer (Kapstadt) lautet: „Rechnen Sie mit der Unterstützung aller Menschen in Ihrer Umgebung, bemühen Sie sich aktiv darum und unterstützen Sie andere ebenfalls.“ In Galater 6,2 heißt es: „Helft euch gegenseitig bei euren Schwierigkeiten und Problemen, so erfüllt ihr das Gesetz, das wir von Christus haben.“

Zufriedenheit

„Je materialistischer wir sind, desto weniger zufrieden sind wir mit unserem Leben“, schreibt die tschechische Gesundheitsforscherin Helena Hnilicova (Prag). Das alttestamentliche Buch Prediger (5,9) vermerkt: „Wer Geld liebt, wird des Geldes nie satt, und wer Reichtum liebt, bekommt nie genug.“ Hnilicova gibt folgenden Rat: „Es scheint, als ob man, um allgemeines Glück und seelische Ruhe zu erreichen, unbedingt mit den vorhandenen Lebensbedingungen zufrieden sein muss, ohne ihre materiellen Seiten über Gebühr zu betonen.“ Im Philipperbrief schreibt Paulus: „Ich habe gelernt, mit dem zufrieden zu sein, was ich habe. Ich kann in Armut leben und mit Überfluss umgehen …“ (Philipper 4,11-13).

Abgeben

Glücksforscher Christoph Peterson empfiehlt: „Glück kann man kaufen, wenn man sein Geld für andere ausgibt.“ Dies äußert auch Jesus Christus (Lukas 12,33): „Verkauft euren Besitz und gebt das Geld für die Armen. … legt euch einen unvergänglichen Schatz im Himmel an, wo kein Dieb ihn findet und keine Motte ihn zerfrisst.“ Der Direktor des Studienzentrums zu Lebensqualität und Sozialer Entwicklung, Professor Leon R. Garduno (Puebla/Mexiko), mahnt: „Denken Sie nicht nur darüber nach, was Geld Ihnen erkaufen kann. Bedenken Sie die relative Bedeutung der einzelnen Bereiche Ihres Lebens und vergessen Sie nicht, dass nichts von Dauer ist.“

Vergleiche meiden

Einer der häufigsten Tipps der Glücksforscher ist, sich nicht mit anderen zu vergleichen. So schreibt der kolumbianische Wissenschaftler Eduardo Lora: „Auf die meisten Menschen hat es eine sehr schädliche Wirkung, wenn sie ihren materiellen Wohlstand mit anderen vergleichen.“ In drastische Worte kleidet die Bibel die Gefahren des Neides: „Der Eifersüchtige wird von seinen Gefühlen innerlich zerfressen“ (Sprüche 14,30).

Der Artikel erschien in „Der Weg“ 2/2011

Mit freundlicher Genehmigung (gekürzt) aus idea spektrum, Nachrichten und Meinungen aus der evangelischen Welt, Nr. 17 2011, S. 18ff

[1] Leo Bormann (Hrsg.): Glück. The World Book of Happiness
[2] Bei allen Bibelstellen wird zuerst das Buch genannt (siehe Inhaltsverzeichnis der Bibel), dann das Kapitel und nach dem Komma der Vers bzw. die Verse.


Facebooktwittergoogle_pluslinkedintumblrmailFacebooktwittergoogle_pluslinkedintumblrmail