Warum ist soviel Not in der Welt? (2)

Guter Anfang und böses Ende

Wir sehen: Es liegt nicht an Gott, dass so viel Not in der Welt ist.

2,4) Was stellte Gott in 1.Mose 1,31 fest, als er die Welt geschaffen hatte?

Wir lesen in 1.Mose 2, dass Gott die Welt vollkommen und gut geschaffen hat. Sie war wie ein großer Garten. Wir nennen ihn das „Paradies“. Der Mensch konnte von allen Früchten der Bäume dort essen. Er hatte alles im Überfluss. Die Arbeit machte ihm Freude (1.Mose 2,15). Er vertraute Gott wie ein Kind seinem Vater. Er hatte keine Angst.

Nur von dem einen Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen durfte der Mensch nicht essen. Denn Gott allein weiß, was für uns Menschen gut und schlecht ist. Er muss es uns immer wieder neu zeigen. Wenn wir selber entscheiden wollen, was für uns gut und schlecht ist, heißt das deshalb: Wir wollen über unser Leben selber bestimmen. Wir wollen ohne Gott leben. Aber damit sind wir überfordert. Wir brauchen Gott, der uns im Leben leitet.

2,5) Lesen Sie 1.Mose 2,17: Musste der Mensch, als Gott ihn geschaffen hatte, sterben?

Aber in diese schöne Welt brach das Böse ein. Die Bibel sagt nichts darüber, wie der Teufel, Gottes Feind, entstanden ist. Aber eines Tages forderte der Teufel in Gestalt der Schlange den Menschen zum Ungehorsam gegen Gott auf, zur Sünde.

2,6) Wie übertraten die Menschen in 1.Mose 3,1-6 Gottes Gebot?

Der Mensch wollte jetzt selber wissen, was gut und schlecht ist. Er wollte sich nicht mehr von Gott leiten lassen. Er wollte sein Leben ohne Gott führen. Er dachte, dann würde es ihm besser gehen. So denken heute viele Menschen: Wenn ich nicht auf Gott höre, habe ich mehr vom Leben. Aber das ist ein Irrtum.

Die eigentliche Sünde ist also, ohne Gott leben zu wollen. Daraus folgen alle anderen Sünden.

In 1.Mose 3,17-24 lesen wir von den Folgen der Sünde.
2,7) Was sind die wichtigsten Folgen der Sünde? (17-19a, 19b, 23-24).

So ist unser Leben heute:
1) Wir mühen uns ab im Leben, die Arbeit fällt uns oft nicht leicht, wir erleben immer wieder Enttäuschungen.

2) Einmal müssen wir sterben. Vorher werden wir oft krank und schwach.

3) Unsere Gemeinschaft mit Gott ist zerstört. Gott hat sich von uns entfernt. Wir können ihn nicht mehr sehen. Wir vertrauen ihm nicht mehr. Deshalb machen wir uns Sorgen und haben Angst.

Eine kleine Geschichte will uns helfen, dies noch besser zu verstehen:

Der entscheidende Faden

Es war einmal eine Spinne. Sie lebte zufrieden und glücklich in ihrem Netz. Da hörte sie auf einer Versammlung der Spinnen, wie der Redner sagte: „Die Welt ist anders geworden. Ihr müsst modern werden. Ihr müsst Unnötiges aufgeben.“

Der Vorwurf, altmodisch zu sein, machte die Spinne unruhig. Als sie nach Hause kam, sah sie ihr Netz an. Kein Faden daran war überflüssig. Schließlich fand sie einen Faden, der gerade nach oben lief. Dieser Faden hatte noch nie eine Fliege gefangen. Er war also überflüssig. Deshalb: weg damit! Die Spinne biss den scheinbar überflüssigen Faden durch – und das ganze Netz fiel in sich zusammen. Es war der Faden gewesen, an dem das Netz aufgehängt war.

Viele Menschen meinen: „Ich brauche Gott nicht.“ Aber wenn der „Faden nach oben“ fehlt, fehlt unserem Leben das Wichtigste. Ohne die Beziehung zu Gott fällt unser Leben in sich zusammen.

Wie sieht es in Ihrem Leben aus? Ist bei Ihnen auch der „Faden nach oben“ abgerissen?

Der Artikel erschien in „Der Weg“ 3/2006


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