Umkehr zu Gott

Stellen Sie sich vor, sie laufen eine Straße entlang. Plötzlich kommt jemand auf sie zu und warnt Sie weiterzugehen. Die Straße vor ihnen ist eingebrochen und weitergehen kann tödlich sein. Was werden Sie tun? Sie können die Warnung ernstnehmen und wieder zurück gehen. Sie können die Warnung aber auch nicht beachten und auf eigene Verantwortung weitergehen.

Jeder von uns geht auf einer solchen Straße, der Straße unseres Lebens. Wir machen uns selten Gedanken darüber, wohin unser Weg uns führt. Aber die Bibel macht deutlich, dass dieser Weg uns von Gott weg führt. Und das bedeutet, dass wir nach unserem Tod für immer ohne Gott leben müssen. Ohne seine Liebe und Nähe, ohne seine Hilfe [1]. Die Sünde trennt uns von Gott. Und so wie wir sind, können wir nicht zu Gott kommen. Wir sind verloren!

Aber Gott gibt uns die Möglichkeit, zu ihm zurückzukehren. Jesus Christus, sein einziger Sohn, hat unsere Schuld und unsere Strafe auf sich genommen. Er wird uns zu Gott zurückführen, wenn wir es wollen. Wir müssen nur seine Erlösung für uns annehmen und uns ihm anvertrauen. Er wartet darauf!

In der Bibel lesen wir eine Geschichte die Jesus erzählt hat, um dies deutlich zu machen. Er erzählt von einem Sohn, der seinen Vater verlassen will. Er möchte selbstständig sein. Er träumt von Reichtum, von Freiheit und Vergnügen. Deshalb lässt er sich sein Erbe [2] auszahlen und geht auf und davon. Er gibt sein Geld mit vollen Händen [3] aus und findet so viele Freunde, mit denen er das Leben genießt. Bald aber ist sein Geld verbraucht. Er ist plötzlich so arm, dass er sogar die Schweine hüten [4] muss, um nicht zu verhungern. Wie gerne hätte er ihr Futter gegessen, doch das ist ihm nicht erlaubt! Da fängt er an zu überlegen [5]. Er erinnert sich, wie schön es beim Vater gewesen war. Da hatte er immer gut zu essen gehabt. Sogar die Diener im Hause seines Vaters waren viel besser dran [6] als er jetzt. Und er entschließt sich, zum Vater zurückzukehren. Er möchte lieber ein Arbeiter bei seinem Vater sein, als weiter so zu leben. Schnell verlässt er die Schweine und läuft zurück zum Vater. Der Vater aber wartete seit langem auf ihn. Als er ihn sieht, läuft er ihm entgegen. „Vater“, sagt der Sohn, „ich bin es gar nicht wert, dein Sohn zu sein.“ Aber der Vater umarmt ihn und nimmt ihn wieder auf als seinen Sohn. Dann feiern sie zusammen ein großes Fest. (vgl. Lukas 15,11-32).

Auch uns lädt Jesus ein über unser Leben nachzudenken. Wohin gehen wir? Welchen Sinn hat unser Leben? Was wird am Ende sein? Und er bittet uns umzukehren. Hier geht es nicht darum, ein bisschen „christlicher“ zu werden oder besser zu leben. Hier geht es um eine Abwendung von meinem bisherigen Leben und einer Hinwendung zu Gott. Unser bisheriges Leben wird sich verändern. Und Gott wird uns die Kraft geben, als seine Kinder ein neues Leben zu leben. Wollen Sie umkehren?

Sie müssen sich entscheiden [7]. Wollen Sie auf eigenen Wegen weitergehen und ins Verderben laufen oder wollen Sie umkehren? Sie müssen entscheiden, wo Ihre Wege einmal enden werden. Gott wartet auf Sie.

Möchten Sie mehr wissen, oder brauchen Sie Hilfe?

 

[1] Die Bibel nennt diesen Zustand „Hölle“.
[2] das Erbe: der Besitz, der nach dem Tod einer Person meist an die Verwandten weitergeht
[3] mit vollen Händen: in zu großen Mengen – verschwenderisch
[4] hüten: aufpassen, dass einem Tier auf der Weide nichts passiert und dass es nicht wegläuft
[5] überlegen: seinen Verstand benutzen, um zu einer Entscheidung oder einer Erkenntnis zu kommen È (über etwas) nachdenken
[6] dran: Daran; gut, schlecht dran sein (gespr.) es gut, schlecht haben
[7] (sich) entscheiden: nach längerem Überlegen eine von zwei oder mehreren Personen / Möglichkeiten wählen


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