Von neuem geboren?

Wir können zu Gott, dem Vater, zurückkehren – so haben wir im letzten „Weg“ gelesen. Umkehr heißt, dass wir uns entscheiden müssen, unseren jetzigen Weg zu verlassen. Und wir müssen bereit sein zu glauben, dass Gott uns als seine Kinder annehmen wird.

Wirklich ganz neu?

Umkehr beschreibt aber nur die eine Seite. Das, was ich tun muss. Aber auch Gott tut etwas. Wenn wir umkehren, dann vergibt er uns unsere Schuld. Er nimmt uns als sein Kind auf und schenkt uns ewiges Leben, d.h. Leben in Gemeinschaft mit ihm. Gott verbessert nicht einfach unsere alte Natur

[1], die von der Sünde gezeichnet ist. Er schenkt uns neues, göttliches Leben. Die Bibel beschreibt das so: „Wenn also ein Mensch zu Christus gehört, ist er schon ,neue Schöpfung[2]‘. Was er früher war, ist vorbei; etwas ganz Neues hat begonnen.“ (2. Kor. 5,17) Und an einer anderen Stelle der Bibel steht: „Durch unseren Ungehorsam waren wir tot; aber er [Gott] hat uns mit Christus zusammen lebendig gemacht.“ (Eph. 2,5)

Wie passiert das denn?

Wie aber macht Gott das denn? Diese Frage beschäftigte auch einen Mann mit Namen Nikodemus. Er war ein sehr religiöser[3] Mann, der Jesus bewunderte, weil er so viele Wunder getan hatte. Aber weil er ein hohes religiöses Amt in Israel hatte, musste er vorsichtig sein, dass niemand ihn mit Jesus sah. Was sollten denn die anderen denken? Deshalb kam er mit seinen Fragen in der Nacht zu Jesus (lesen Sie Johannes 3, 1-21!).

Jesus wollte jedoch mit ihm nicht über religiöse Fragen sprechen. Denn ein nur religiöser Mensch kann von sich aus nicht zu Gott kommen, auch wenn er Gutes tut und viel über die Bibel weiß. Was nötig ist, ist ein neues Leben. „Nur wer von oben her geboren wird (d.h. durch Gottes Heiligen Geist) kann Gottes neue Welt zu sehen bekommen“, sagte Jesus zu Nikodemus (Joh. 3,3). Gott schenkt jedem, der wirklich zu ihm umkehrt, ein neues Leben durch seinen Heiligen Geist. Und diese Neugeburt ist der Beginn des neuen Lebens in der Gemeinschaft mit Gott, das durch den Tod nicht aufhört, sondern in alle Ewigkeit weitergeht.[4]

Kann ich das auch erleben?

Wenn ein Mensch zu Gott umkehrt und vom Geist Gottes neu geboren wird, bekommt er ein neues Leben geschenkt. Vieles wird sich verändern. Wir lesen davon in der Bibel immer wieder

[5]. Aber auch heute kann jeder, der wirklich Jesus begegnet ist und mit ihm lebt, davon berichten. Im „Weg“ können Sie immer wieder solche Berichte lesen.

Aber Sie können das auch selbst erfahren. Vertrauen Sie ihr Leben am besten heute noch Jesus Christus an. Jeder, der ernsthaft Gott sucht, wird ihn auch finden. Und jeder, der sich auf Jesus verlässt, wir ewig mit ihm leben. Darauf dürfen wir fest vertrauen![6]

Möchten Sie mehr wissen, oder brauchen Sie Hilfe?

[1] die Natur: (hier) Wesen; die Eigenschaften, die jemanden von anderen unterscheiden
[2] die Schöpfung: (hier) etwas, das durch Gott geschaffen ist
[3] religiös: so, dass er entsprechend der Lehre einer Religion lebt, denkt und handelt – gläubig, fromm
[4] „Neugeburt“ oder „Wiedergeburt“ im biblischen Sinne hat nichts zu tun mit dem Verständnis von „Wiedergeburt“ oder „Reinkarnation“ im Hinduismus und Buddhismus. Während dort Wiedergeburt eine Strafe für ein schlechtes Leben ist und man froh ist, nach vielen Wiedergeburten auf dieser Erde endlich ins „Nichts“ zu gelangen, findet die göttliche Neugeburt hier auf der Erde statt. Wir leben nur einmal und nur allein durch den Glauben an Jesus können wir von Neuem geboren werden.
[5] So zum Beispiel im Leben des Paulus. Er war ein sehr religiöser Mann und hat sogar die Christen verfolgt und getötet. Er meinte, Gott damit einen Gefallen zu tun. Als er gerade unterwegs war, um weitere Christen gefangen zu nehmen, begegnete Jesus ihm in einem hellen Licht. Er hörte seine Stimme und konnte danach drei Tage nichts sehen. Er betete zu Gott und erkannte, dass sein bisheriges Leben nicht in Ordnung war. Gott vergab ihm und veränderte sein Leben. Paulus ließ sich taufen und suchte Gemeinschaft mit anderen Christen. Er studierte die Bibel, um mehr über Jesus zu lernen. Vielen anderen Menschen erzählte er dann von Jesus als dem Sohn Gottes und bat sie, zu Gott umzukehren ( vgl. Apostelgeschichte 9).
[6] Die Gewissheit, dass wir Gottes Kinder sind, ist nicht von unseren Gefühlen abhängig. Sie beruht allein auf dem, was uns Gott in der Bibel sagt. (vgl. Kol. 1,14; 1.Joh.3,1; Joh. 3,16)

 


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