Ein neues Leben…

Hallo, ich heiße Theresa und bin 17 Jahre alt. Ich möchte euch heute einen kurzen Einblick in mein Leben geben:

Ich wurde von klein auf katholisch erzogen. Sonntags ging ich meist brav in die Kirche. Als ich dann älter wurde, war es nur mehr eine unnötige Stunde an meinem freien Tag… An einem Gott zweifelte ich nie, nur erkannte ich damals noch nicht, dass er eine ganz persönliche Beziehung zu mir will. Aber ich dachte immer daran, dass ich nicht auf dieser Welt sein müsste (als Baby wäre ich nach der Geburt fast gestorben). Ein weiterer Grund war (ist) mein Bruder Florian, der vor 14 Jahren ums Leben kam. Als Familie beteten wir vorm „schlafen gehen“ täglich das „Vaterunser“.

Ich war schon immer ein aktives Kind und ein „Sandwich“ (das mittlere Kind in der Familie). So lernte ich, oft selbst „für mich zu sorgen“ und mich durchzukämpfen. Dies führte auch dazu, dass ich oft sehr frech war und meinen Eltern gegenüber keinen Respekt hatte.

An meinem 13. Geburtstag trank ich das erste Mal ziemlich viel Alkohol, welchen ich aus dem Keller meiner Eltern klaute[1]. In der Hauptschule kamen auch die ersten „Bekanntschaften“ mit Burschen ins Spiel. Ich hatte oft einen „fixen Freund“ (man grüßt und verabschiedet sich – vielleicht ist auch noch ein Spaziergang drin) und liebte es, damit anzugeben. Diese Bekanntschaften wurden intensiver, als ich anfing abends wegzugehen. In dieser Zeit war ich oft mit meiner besten Freundin, meiner Kusine, unterwegs. Natürlich kamen auch Rauchen und Alkohol immer mehr ins Spiel. Mit 13 gingen wir mit gefälschtem Ausweis in die verschiedensten Geschäfte, kauften Alkohol und tranken diesen dann zu Hause. Natürlich waren auch Spritztouren[2] mit unserer Clique ein tolles Erlebnis. Wir fuhren mal dorthin und mal dahin… Die Schule interessierte mich nicht mehr sonderlich[3] (was sich dann in meinen Noten bemerkbar machte). Es gab zu viele Dinge, die mir damals viel wichtiger erschienen.

Damals hatten sich meine Eltern schon bekehrt. Sie gingen in die Gemeinde (auch ich war schon öfter dort gewesen und wusste darum genau, dass ich Sünden habe und Vergebung durch Jesus brauche). Doch später interessierte mich auch das nicht mehr, weil, wie gesagt, andere Dinge wichtiger erschienen.

Nach einiger Zeit fragte ich mich, ob mein Leben so einen Sinn machte?! Ich wollte nach einem Sinn suchen, fand aber keinen. Aber nur „fort gehen“, trinken, allen möglichen Unfug treiben, Bekanntschaften machen, … war das der Sinn? Dann hörte ich von einigen ungläubigen Freunden Geschichten und Dinge, bei denen ich mir sicher war, dass ich das nie erleben möchte.

Ich begann, die Bibel zu „studieren“, führte viele Gespräche über den Glauben und sah einen Film, welcher mich sehr bewegte. Ich war hin- und hergerissen. Ich musste mich für einen Weg entscheiden. Es war, als würde sich mein ganzes Leben in Bildern vor mir abspielen. Es waren einige Bilder dabei, bei denen ich mir wünschte, sie wegmachen zu können. Diese „Bilder“ waren meine Sünden.

In Tränen lief ich zu meiner großen Schwester und erzählte ihr alles. Ich sagte ihr, dass ich so nicht mehr weiterleben möchte. Sie meinte, dass ich das auch Jesus sagen müsste, und so tat ich es auch. Ich bat ihn um Vergebung all meiner Fehler, der vergangenen und zukünftigen. Ich bat ihn, mein Leben zu verändern. Ich wollte IHN (Jesus) als Herrn über mein Leben. Ich wollte ihm dienen und ihn lieben.

Diese Entscheidung fiel bei mir vor ca. einem Jahr – und ich werde sie nie bereuen!

Gott ist mein Retter, mein bester Freund und Liebe pur! Er ist immer da für uns. Er liebt JEDEN Menschen.

Er hält mich fest, wenn ich falle und richtet mich wieder auf. Er ermutigt mich, wenn ich nicht mehr weiter weiß. Er liebt mich, egal wie ich gerade drauf bin. Er ist mir treu, auch wenn ich nicht treu bin. Diese Eigenschaften sind super, dieser Jesus ist unvergleichlich! Und ich möchte dich ermutigen, ihn doch (noch) besser unter die Lupe zu nehmen…

Theresa

Der Artikel erschien in „Der Weg“ 4/2009

 

[1] Klauen umgangspr. für stehlen
[2] Gemeinsame kurze Unternehmungen
[3] besonders


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