Lebensberichte

Ein schrecklicher Unfall

Der Schrank muß dorthin!“, sagte meine Mutter. Nur mit der Hilfe von zwei starken Männern konnten sie den schweren Schrank bewegen. Meine Mutter stand davor, um ihn zu halten. Plötzlich aber geschah etwas Schreckliches. Die Männer ließen den Schrank los und er fiel auf meine Mutter. Sie war schwer verletzt. Schnell brachte man sie ins Krankenhaus.

Ich war damals erst sechs Jahre alt. Zur Zeit, als dieses Unglück geschah, war ich bei meiner Großmutter. Ich wußte nicht genau, was mit Mama geschehen war, aber ich brauchte nur in das Gesicht meiner Großmutter zu schauen, um zu verstehen: etwas Schreckliches ist geschehen. Eilig gingen wir zum Krankenhaus.

Gibt es eine Hoffnung?

Es waren lange Untersuchungen. Meine Mutter hatte einen schweren Schlag bekommen. „

Es ist gut möglich, daß sie ihr ganzes Leben lang körperbehindert bleiben wird!“, sagte die Ärzte. Was für eine schlimme Nachricht. Gab es gar keine Hoffnung?

Während sie im Krankenhaus lag, bekam sie täglich Besuch von einer Bekannten. Sie sprach immer von Gott, davon daß er groß ist und die Menschen liebt. „Er kann dir helfen und dir Hoffnung schenken!“, sagte sie zu meiner Mutter.

Eines abends, als meine Mutter im Bett lag, fühlte sie plötzlich et was in ihrer Hand. Es war, als ob etwas in ihr brannte. Als sie auf ihre Hand blickte, sah sie ein starkes, unbeschreibliches Licht in Form eines Sterns. Und dann hörte sie eine Stimme: „Ich will dir deine Sünden vergeben und dich heilen!“

Gott hatte zu ihr gesprochen! Er allein hat die Macht, unsere Schuld zu vergeben. Und er hat meine Mutter geheilt. Gott sei Dank! An diesem Tag hat meine Mutter verstanden, daß es einen Gott gibt. Er existiert wirklich!

Ich stehe vor der Tür

Nachdem meine Mutter aus dem Krankenhaus gekommen ist, nahm sie mich mit in eine christliche Gemeinde. Dort hörte ich auch von Gott und Jesus Christus im Kindergottesdienst. Später gab mir jemand eine Karte mit einem Bibelvers: „Ich stehe vor der Tür und klopfe an! Wenn jemand meine Stimme hört und öffnet, werde ich bei ihm einkehren. Ich werde mit ihm das Mahl halten und er mit mir.“ (Offenbarung 3, 20).

Diesen Vers fand ich sehr merkwürdig. Ich ging nach Hause und mußte immer über diesen Vers nachdenken. Wer steht vor der Tür? Wer will hineingehen? Und warum ist die Tür verschlossen?

Zu Haus fragte ich meine ältere Schwester. Sie antwortete mir: „Jesus Christus steht vor der Tür deines Lebens. Er möchte, daß du ihm aufmachst und dein Leben mit ihm gemeinsam lebst. Er möchte dir deine Schuld vergeben und immer bei dir sein. Willst du das?“

Ich beugte [1] meine Knie und betete zu Jesus. Ich bat ihn, mir meine Schuld zu vergeben und mein Gott zu sein. Und das hat er auch getan.

Seit dem ich mit Jesus lebe weiß ich, daß er mich immer führt und mir hilft. Er versteht mich und hilft mir, auch wenn es nicht immer leicht ist, als Christ zu leben. Gott gibt mir nun die Kraft denen zu vergeben, die sich mir gegenüber falsch verhalten, oder sich mit mir gestritten haben. Er gibt mir Hoffnung und Sicherheit, denn ich weiß, Jesus ist der Weg, wenn ich keinen Weg finden kann und wenn ich keine Hoffnung mehr habe, ist er meine Hoffnung.

Jesus wirkt auch heute noch Wunder, so wie sie meine Mutter erlebt hat. Er versteht auch dich und möchte dir helfen. Du mußt ihm nur vertrauen.

Wessela (18 J.), Bulgarien

 

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[1] beugen: einen Körperteil aus seiner normalen Haltung nach unten, nach hinten oder zur Seiten bewegen


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