Richtiges Fernsehen will gelernt sein

Forschungen eines englischen Ärzteteams haben Folgendes ergeben: Häufiges, stundenlanges Fernsehen kann katastrophale Folgen haben. Wer täglich viele Stunden vor dem Fernseher sitzt, verliert mehr und mehr seine Konzentrationsfähigkeit. Er wirkt zerstreut, gedankenlos und fahrig[1], die allgemeine Leistungsfähigkeit sinkt. Das Fernsehen kann zum Suchtmittel[2] werden, das der Wirklichkeit entfremdet und den Wunsch weckt, es immer häufiger zu konsumieren. Dabei führt allzu häufiges Fernsehen zu Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen und nervösen Störungen.

Besonders gefährdet sind Kinder und Jugendliche, die durch die Fülle[3] des Angebotes im Fernsehen oft überfordert[4] sind.

Deshalb hier ein paar Tipps zum richtigen Umgang mit dem Fernseher:

  • Man sollte wählerisch[5] sein. Wer sich das Wichtigste aus der Fernsehzeitung aussucht, hat mehr vom Programm als die, die alles „schlucken“. Wenn man eine gezielte Auswahl trifft, kann man zugleich etwas für seine Bildung tun.
  • Viele Jugendliche verwenden das Fernsehen nur „nebenbei“ beim Essen, bei den Hausaufgaben. Ja selbst bei Gesprächen mit den Angehörigen oder mit Freunden läuft der Fernseher. Hier werden zwei Programme gleichzeitig „konsumiert“, das kann nicht gut gehen.
  • Für Kinder und Jugendliche ist ausreichend Schlaf sehr wichtig. Wer am nächsten Tag ausgeruht und voll bei Kräften sein will, sollte auf Fernsehen spät am Abend verzichten und sich davon nicht den Schlaf rauben lassen.
  • Das Leben ist viel interessanter als das Fernsehen! Deshalb ist es wichtig und richtig, den Fernseher auch mal auszuschalten. Es gibt so viele „Freizeitprogramme“, die nicht in der Fernsehzeitschrift stehen: Sport live erleben, Gespräche und Spiele mit Freunden, eine Wanderung, die Natur beobachten, ein Instrument spielen, ein interessantes Buch lesen, basteln, fotografieren…
  • Ein wichtiger Vorteil des Fernsehens ist die aktuelle Information. Kein anderes Medium ist in der Lage, so schnell und anschaulich über wichtige aktuelle Ereignisse zu berichten, wie das Fernsehen. Dabei werden häufig bekannte Fachleute interviewt, bzw. Reporter vor Ort einbezogen. Viele Sendungen z. B. über wissenschaftliche Themen, über Kultur und Kunst oder über das Leben in fremden Ländern erweitern unseren Horizont.

Führen Sie ein Gespräch:
– Welche Rolle spielt das Fernsehen in Ihrem Leben?
– Was verstehen Sie unter „Fernsehsucht“?
– Welche Vorzüge hat das Fernsehen trotz aller Gefahr?
– Geben Sie Ratschläge für ein richtiges Fernsehverhalten.

In welchem Alter sollten Kinder selbst entscheiden dürfen, was sie im Fernsehen ansehen?

Der Artikel erschien in „Der Weg“ 3/2008

Artikel als Hörtext

[1] unkonzentriert
[2] die Droge
[3] eine große Menge
[4] zu viel erwarten
[5] genau prüfen


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