Was die Bibel lehrt: Die Taufe **

Wenn man das Wort „Taufe” hört, fällt einem oft das Besprengen von Säuglingen mit Wasser ein. Aber ist das eigentlich die richtige oder einzige „Taufe”? Was sagt die Bibel über dieses Thema, das über die Jahrhunderte immer wieder für Streit gesorgt hat? Es ist spannend, darüber nachzudenken.

Am Anfang steht das Neue Leben

Wenn ein Mensch anfängt, an Jesus Christus zu glauben, beginnt für ihn ein neues Leben. Er kehrt um von seinem bisherigen Weg – ohne Gott und Jesus zu leben – und wendet sich Gott zu. So wie Jesus es in der Geschichte vom „verlorenen Sohn” so treffend erzählt hat (Lukas 15, 11 – 32). Wenn wir erkennen, dass wir von Gott getrennt leben – und uns tut dieser falsche Weg Leid – dann dürfen wir zu Gott, dem himmlischen Vater, zurückkehren. Wir bitten ihn um Entschuldigung für unser falsches Tun. Die Bibel spricht hier von Buße. Wenn Gott uns als sein Kind aufnimmt, beginnen wir ein neues Leben. Ein Leben in der Verbindung mit und Beziehung zu Gott und Jesus Christus. Die Bibel beschreibt es so: „Wenn also ein Mensch zu Christus gehört, ist er schon ,neue Schöpfung‘. Was er früher war, ist vorbei; etwas ganz Neues hat begonnen.” 2. Kor. 5,17

Die Taufe ist ein Geschenk

Dass das Leben neu geworden ist, wenn wir Jesus Christus in unser Leben eingeladen haben, ist eine Tatsache. Aber manchmal ist es doch schwer, es zu glauben. Deshalb macht Gott uns noch ein Geschenk: die Taufe! In ihr dürfen wir fühlen und erleben, was mit uns geschehen ist. Die Bibel beschreibt es so: „Ihr müsst euch doch darüber im klaren sein, was bei der Taufe mit euch geschehen ist. Wir alle, die »in Jesus Christus hinein« getauft wurden, sind damit in seinen Tod hineingetauft, ja hineingetaucht worden. Durch diese Taufe wurden wir auch zusammen mit ihm begraben. Und wie Christus durch die Lebensmacht Gottes, des Vaters, vom Tod auferweckt wurde, so ist uns ein neues Leben geschenkt worden, in dem wir nun auch leben sollen.” Römer 6,3+4

Die Taufe ist ein sichtbares Zeichen

Die Taufe ist also ein sichtbares Zeichen. Normalerweise wurden Menschen im Neuen Testament durch Untertauchen[1] ins Wasser getauft. Und auch heute wird es in vielen Kirchen so praktiziert. Man symbolisiert damit den Tod, das Begrabenwerden und die Auferstehung von Jesus Christus[2]. Der Glaubende identifiziert sich so mit Christus, der für ihn starb, begraben und auferweckt wurde. Alles hat Jesus für ihn getan. Die Taufe deutet hin auf die Vereinigung mit Jesus Christus, mit dem der Glaubende eine persönliche Beziehung begonnen hat. Er bekennt öffentlich vor den Menschen: Jesus Christus hat am Kreuz alles für mich getan, damit ich gerettet werden kann.[3] Ich habe es von ganzem Herzen geglaubt und bringe es jetzt öffentlich durch die Taufe zum Ausdruck, wie er es befohlen hat.[4]

Wenn jemand sich taufen lässt, wird er dadurch nicht gerettet. Dies geschieht allein durch den Glauben an Jesus Christus. Aber das Zeichen der Taufe ist ein wichtiger Punkt am Anfang des neuen Lebens mit Gott. [5] Es ist sein Geschenk, durch das mir zugesprochen wird: „… etwas ganz Neues hat begonnen.”

Der Artikel erschien in „Der Weg“ 2/2004

[1] Der griechische Begriff dafür lautet „baptizo”. Von diesem Wort leiten sich z. B. auch die „Baptisten” ab, die einen besonderen Wert auf die Erwachsenentaufe legen.
[2] Manchmal wird das Wasser auch nur auf den Kopf des Täuflings gegossen. Dies stellt dann mehr die Reinigung von der Sünde und das Ausgießen des Heiligen Geistes dar.
[3] Auch die Taufe, die ja jemand anderes durchführt, ist dafür ein Zeichen.
[4] Vgl. Math. 28, 19; Markus 16,16
[5] Durch das bisher Gesagte wird uns auch schon deutlich, dass man eigentlich nicht als Säugling getauft werden


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